Es gibt Momente, in denen die Welt nicht mehr so sicher wirkt, wie wir es uns einreden. Momente, in denen Nachrichtenbilder, persönliche Begegnungen und das eigene Bauchgefühl uns klar machen: Sicherheit ist oft nur eine Illusion. Genau in einer solchen Zeit schreibe ich mein neues Buch DIE FLUCHT.
Es ist kein Abenteuerroman, kein Thriller, kein Werk für leichte Unterhaltung. Es ist ein Weckruf. Ein Spiegel. Eine Mahnung.
Ich möchte Dir zeigen, welche Fehler Menschen in Extremsituationen machen – und wie tödlich diese Fehler sein können.
Mein Weg zur Eigenverantwortung
Schon als junger Mensch habe ich gespürt, dass es gefährlich ist, sich in Abhängigkeiten zu begeben. Ich war immer davon überzeugt, dass wir selbst die Verantwortung für unser Leben tragen.
- Schulen erziehen nicht wirklich Deine Kinder.
- Die Polizei beschützt Dich nicht, wenn Du kein einflussreicher Mensch bist – sie kommt, wenn etwas passiert ist.
- Die Politik verfolgt nicht Deine persönlichen Interessen, sondern eigene Ziele.
Wenn ich eines gelernt habe, dann dies: Nur wer sich selbst vorbereitet, kann im entscheidenden Moment überleben.
Diese Haltung hat mich mein Leben lang begleitet – als Coach, als Trainer, als Mensch, der anderen helfen wollte, selbstständig zu werden.
Begegnungen, die alles verändert haben
Der eigentliche Auslöser für dieses Buch waren meine Begegnungen mit Menschen auf der Flucht.
Syrische Flüchtlinge
Ab 2015 habe ich viele Syrer gecoacht. Ich habe ihre Bewerbungen gesehen, ihre Sorgen gehört, ihre Tränen gesehen. Viele erzählten mir von Städten, die über Nacht in Schutt und Asche gelegt wurden. Manche hatten ihre Kinder verloren, andere nur das Nötigste retten können.
Ein Mann berichtete mir:
„Wir dachten, wir hätten noch Tage Zeit. Aber plötzlich standen Panzer in den Straßen. Ich nahm meine Tochter an die Hand, meine Frau hatte einen kleinen Koffer – und wir rannten. Alles andere blieb zurück.“
Eritrea – Flucht durch die Wüste
Auch Menschen aus Eritrea saßen in meinen Coachings. Ihre Geschichten waren anders – aber nicht weniger erschütternd. Sie flohen vor einem Regime, das junge Männer oft lebenslang zum Militärdienst zwang.
Lula, eine junge Frau erzählte mir, wie sie auf der Ladefläche eines LKW´s zusammen mit 30 anderen, durch die Wüste floh. Kein Wasser, kaum Nahrung, immer die Angst, entdeckt zu werden. Viele ihrer Freunde überlebten den Weg nicht. An einer Straßensperre wurde ein Mann vor allen Anderen erschossen nur weil er sichtbar ein Kreuz am Unterarm eintätowiert hatte.
Ukraine – Hals über Kopf
Und dann die Ukraine. Mitten in Europa. Frauen, Kinder, ganze Familien mussten alles zurücklassen. Oft ohne Plan, nur mit der Hoffnung, irgendwo in Sicherheit zu sein.
Eine Frau schilderte mir ihre Nacht der Entscheidung:
„Um drei Uhr früh weckte mich der Donner von Explosionen. Wir hatten keine Zeit zu packen. Ich nahm nur die Papiere, ein paar Fotos und die Kinder. Alles andere blieb zurück.“
Es war derselbe Satz wie beim Syrer. Dasselbe Muster. Dieselbe Hilflosigkeit.
Drohende Gefahr in Europa
Vielleicht denkst Du jetzt: „Das passiert doch nur dort, nicht bei uns.“
Aber schau genau hin.
Die Bedrohung durch Russland und Belarus wächst. Die Ukraine-Krise ist nicht vorbei – sie ist mitten in Europa. Militärische Übungen an den Grenzen, politische Drohungen, hybride Angriffe auf unsere Infrastrukturen: All das zeigt, wie fragil unsere Sicherheit ist.
Eine Familie in Polen, Litauen oder sogar Deutschland könnte plötzlich in derselben Situation sein wie jene, deren Geschichten ich gehört habe. Auch sie könnten mitten in der Nacht durch Explosionen geweckt werden. Auch sie könnten ohne Plan fliehen müssen.
Genau diese Realität spiegelt mein Buch wider.
Warum Die Flucht kein Abenteuerroman ist
Viele erwarten von einem Buch mit diesem Titel Spannung, Action, Helden. Aber das ist nicht mein Ziel.
Flucht ist kein Thriller. Es ist eine Warnung.
Es zeigt:
- wie Panik Entscheidungen zerstört,
- wie falsche Sicherheit tödlich sein kann,
- wie fehlende Vorbereitung Menschenleben kostet.
Ich beschreibe die typischen Fehler, die Flüchtende machen:
- Sie gehen zu spät los.
- Sie packen das Falsche ein.
- Sie haben keinen klaren Treffpunkt.
- Sie vertrauen blind den Falschen.
- Sie verlieren Zeit mit Diskussionen, während draußen die Gefahr wächst.
Diese Fehler sind keine Theorie. Ich habe sie in den Geschichten gehört, die mir Menschen anvertraut haben.
Die tödlichen Fallen
In Die Flucht spreche ich von drei Arten von Fallen:
- Psychologische Fallen
- „Es wird schon nicht so schlimm werden.“
- „Wir warten noch einen Tag.“
- „Das Militär wird uns schon schützen.“
Dieses Verdrängen ist tödlich.
- Praktische Fallen
- Autos ohne Benzin.
- Vorräte, die nicht reichen.
- Kinder ohne warme Kleidung.
- Wichtige Dokumente, die zurückgelassen wurden.
- Soziale Fallen
- Uneinigkeit in der Familie: „Wir gehen nicht, wir bleiben!“
- Vertrauen in Menschen, die falsche Versprechungen machen.
- Die Gruppe trennt sich, und keiner weiß, wo der andere ist.
Teil 2: Der praktische Ratgeber
Doch Die Flucht bleibt nicht bei den Fehlern stehen. Ich will Dir nicht nur sagen, was alles schiefgehen kann – ich will Dir auch zeigen, was Du konkret tun kannst.
Im zweiten Teil des Buches gebe ich klare Tipps und Anleitungen:
- Was jeder Haushalt vorrätig haben sollte: von Wasserreserven über haltbare Lebensmittel bis hin zu wichtigen Dokumenten und Medikamenten.
- Wie Du eine Fluchtausrüstung packst: was in einen Rucksack gehört, welche Kleidung sinnvoll ist, welche Ausrüstung wirklich Leben retten kann.
- Welche Phasen jede Krisensituation durchläuft:
- Phase 1: Verdrängung und Schock.
- Phase 2: Erste Orientierung.
- Phase 3: Panik und Chaos.
- Phase 4: Anpassung und Überleben.
Für jede dieser Phasen beschreibe ich, wie Du handeln solltest – ruhig, vorbereitet und mit klarem Plan.
Dieser Teil ist kein theoretischer Überbau. Es sind klare, umsetzbare Schritte, die jeder verstehen und vorbereiten kann.
Mein Ziel mit diesem Buch
Ich will Dir mit Die Flucht keine Angst machen. Ich will Dir Bewusstsein und Orientierung geben.
Das Buch ist Warnung und Werkzeug zugleich.
- Es zeigt Dir die Fehler, die andere gemacht haben.
- Es gibt Dir Checklisten, wie Du Dich vorbereiten kannst.
- Es hilft Dir, im Ernstfall die Nerven zu behalten.
Ein Weckruf für Europa
Wir leben in einer Zeit, in der wir uns nicht mehr auf Garantien verlassen können. Die Gefahr durch Russland und Belarus ist real. Europa ist keine Insel der Sicherheit mehr.
Dieses Buch soll Dich nicht lähmen – es soll Dich stärken. Es soll Dir Werkzeuge geben, damit Du im Ernstfall handeln kannst.
Denn Flucht ist keine abstrakte Geschichte. Sie ist Teil unserer Gegenwart. Und sie könnte auch Teil unserer Zukunft werden.
Fazit: Warum Du Die Flucht lesen solltest
Ich schreibe dieses Buch, weil ich zu viele Geschichten gehört habe, die zu ähnlich waren. Zu viele Fehler, die sich wiederholen. Zu viel Leid, das vermeidbar gewesen wäre.
Die Flucht ist mein Beitrag, um diese Fehler sichtbar zu machen – und um Dir einen klaren Leitfaden an die Hand zu geben.
Damit Du – und vielleicht auch Deine Familie – besser vorbereitet seid.
Die Flucht erscheint bald.
Es ist kein Buch zum Träumen. Es ist ein Buch zum Wachwerden.

